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Heidelberg
Kategorie:Wikipedia:Qualitätssicherung
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Heidelberg mit dem kurfürstlichen Schloss am Fluss Neckar ist eine Stadt beziehungsweise ein Stadtkreis (kreisfreie Stadt) im nordwestlichen Baden-Württemberg. Sie ist dessen fünftgrößte Stadt (nach Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe und Freiburg im Breisgau).
Heidelberg ist Sitz des Rhein-Neckar-Kreis und liegt in der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar-Dreieck.
Als Touristikziel bewirbt sie sich für das Gesamtbild von Altstadt und Schloss um den Eintrag ins Weltkulturerbe durch die Unesco.
Eine thematische Sammlung der Artikel rund um die Stadt findet sich im Portal:Heidelberg. Die Geschichte Heidelbergs wird hier dargestellt.
Geographie
Geschichte Heidelbergs
Heidelberg liegt zum Teil in der Oberrheinischen Tiefebene überwiegend am linken Ufer des unteren Neckar, vor dessen Ausfluss aus dem Odenwald in einer länglich, flussaufwärts sich zuspitzenden Talsohle, umgrenzt vom Königstuhl (568 m) und Gaisberg (375 m). Der Neckar fliesst hier von Ost nach West. Am rechten Neckarufer erhebt sich der Heiligenberg (445 m). Der Neckar mündet etwa 22 km nordwestlich, gemessen vom Ende der Talsohle, in den Rhein. Die im 20 Jahrhundert eingemeindeten Orte reichen über das Neckartal in die Bergstraße hinein, die von Wiesloch im Süden über Heidelberg bis nach Darmstadt in Hessen führt.
Flora und Fauna
Da Heidelberg in einer der wärmsten Regionen Deutschlands liegt, gedeihen hier für mitteleuropäische Verhältnisse einige Besonderheiten, wie etwa Mandel- und Feigenbäume, oder auch ein Ölbaum im Freiland (Gaisbergstraße). Der Balkon der Stadt mit vielen exotischen Gewächsen ist der Philosophenweg gegenüber der Altstadt. Dort wurde 2000 auch wieder erfolgreich mit dem Weinanbau begonnen.
Außerden gibt es in Heidelberg eine der vitalsten freilebenden Populationen des Halsbandsittichs am Römerkreis sowie eine einzigartige freilebende Population der bestandgefährdeten Schwanengans, die man vor allem auf der Neckarinsel vor Bergheim und auf den Neckarwiesen antreffen kann.
Heidelberg liegt im Verlaufe des Europäischen Fernwanderweges (Mittelschweden - Silkeborg Umbrien).
Verwaltungsstrukturen, Region
Heidelberg ist Sitz des Landratsamtes des Rhein-Neckar-Kreis innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald. Sie selbst ist eine kreisfreie Stadt innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe. Heidelberg gehört zum Verdichtungsraum Rhein-Neckar, der neben Teilen von Süd-Hessen und der Vorderpfalz in Rheinland-Pfalz, in Baden-Württemberg die beiden Stadtkreise Mannheim und Heidelberg sowie die westlichen und südlichen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises umfasst und bildet mit einer großen Anzahl von weiteren Kommunen den als Rhein-Neckar-Dreieck bekannten Wirtschaftsraum. 2005 wurde das Rhein-Neckar-Dreieck europäische Metropolregion.
Innerhalb der Region Rhein-Neckar-Odenwald bildet Heidelberg neben Mannheim ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Heidelberg übernimmt für die umliegenden Gemeinden Bammental, Dossenheim, Eppelheim, Gaiberg, Heddesbach, Heiligkreuzsteinach, Leimen, Neckargemünd, Nußloch, Sandhausen, Schönau, Schriesheim, Wiesenbach und Wilhelmsfeld auch die Funktion eines Mittelbereichs im Rahmen der Verwaltungsstrukturen des Landes.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen direkt an die Stadt Heidelberg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend nördlich vom Neckar, genannt und gehören fast alle zum Rhein-Neckar-Kreis: Dossenheim, Schriesheim, Wilhelmsfeld, Schönau, Neckargemünd, Bammental, Gaiberg, Leimen, Sandhausen, Oftersheim, Plankstadt, Eppelheim, Mannheim(kreisfreie Stadt) und Edingen-Neckarhausen.
Stadtgliederung
Edingen-Neckarhausen
Die Stadt Heidelberg ist in die nachfolgenden 14 Stadtteile gegliedert, die meist einen eigenen Bezirksbeirat haben, der zu wichtigen den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören ist. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme liegt jedoch beim Gemeinderat der Gesamtstadt Heidelberg.
Nördlich des Neckars:
- Neuenheim mit
- Im Neuenheimer Feld (neuer Campus der Ruprecht-Karls-Universität)
- Handschuhsheim
- Ziegelhausen mit
- Peterstal
Südlich des Neckars:
- Altstadt mit
- Vorstadt
- Molkenkur
- Kohlhof
- Speyerer Hof
- Bergheim
- Weststadt
- Südstadt mit
- Mark-Twain-Village
- Boxberg
- Emmertsgrund
- Rohrbach mit
- Hasenleiser
- Bierhelder Hof
- Bahnstadt (neu - in Gründung)
- Pfaffengrund
- Kirchheim mit
- Kirchheimer Hof
- Patrick-Henry-Village (Siedlung der US-Army, 1947)
- Pleikartsförster Hof
- Neurott
Neckaraufwärts im Osten:
- Schlierbach
Neckarabwärts im Westen:
- Wieblingen mit
- Grenzhof
- Ochsenkopf
Zu einigen Stadtteilen gehören noch weitere, kleine, separat gelegene Wohnplätze, Gehöfte.
Entlang dem Neckar gibt es Richtung Neckargemünd zwei Campingplätze.
Eingemeindungen
Einwohnerentwicklung
Die Einwohnerzahl der Stadt Heidelberg überschritt im Zweiten Weltkrieg die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Sie ist übrigens eine Stadt mit internationaler Bevölkerung - davon eine der größten US-amerikanischen Gemeinden außerhalb Nordamerikas, die allerdings in der Heidelberger Einwohnerstatistik nicht geführt wird. Im Juni 2004 zählte Heidelberg (ohne Angehörige der US-Armee und deren Angehörige) 142.666 Einwohner.
Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.
1870
¹ Volkszählungsergebnis
Religionen
In Heidelberg wurde schon sehr früh die Reformation eingeführt. Anfangs war die Bevölkerung eher Martin Luther zugetan, doch führte Kurfürst Ottheinrich 1556 das reformierte Bekenntnis nach Johannes Calvin ein. (1563 „Heidelberger Katechismus“. Über lange Zeit war Heidelberg somit eine protestantische Stadt. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt zum Teil rekatholisiert, doch blieb das reformierte beziehungsweise lutherische Bekenntnis vorherrschend. Die Fürstenfamilie siedelte zu diesem Zweck (Gegenreformation) Jesuiten an. Die Hauptkirche (Heilig Geist) wurde durch eine Mauer zwischen den Konfessionen bis 1930 geteilt.
Allmählich machte die katholische Bevölkerung jedoch fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung aus.
1821 wurde im Großherzogtum Baden die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt. Heute gehören die protestantischen Gemeinden, sofern sie nicht zu einer Freikirche gehören, zum Dekanat Heidelberg innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden.
Die römisch-katholischen Gemeinden gehören zum Dekanat Heidelberg der Erzdiözese Freiburg.
Gegen die jüdischen Bewohner der Stadt kam es schon vor der Zeit des Nationalsozialismus gelegentlich, z.B. 1819 zu Ausschreitungen. Mit dem Bergfriedhof wurde auch ein neuer jüdischer Friedhof angelegt, der auch den Nationalsozialismus überstanden hat. 1939 wurden die Synagogen und viele Privathäuser zerstört. Im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion, in der über 6000 Juden aus Baden und der Saarpfalz nach Frankreich deportiert wurden, wurden am 22. Oktober 1940 auch 282 Heidelberger Juden in das Internierungslager Gurs verschleppt. Die meisten deportierten Heidelberger wurden danach in Auschwitz ermordet. Seit 1990 gibt es wieder eine Synagoge in der Stadt (einer liberalen Reformgemeinde). Neben der Universität und mit ihr verbunden, gibt es eine Jüdische Hochschule. Sie forscht über die Lebensituation jüdisch gläubiger Einwohner im Europa der Neuzeit und bildet Rabbiner aus.
Neben diesen Bekenntnissen gibt es eine Vielzahl weiterer Glaubensgemeinschaften bzw. ethisch orientierter Organisationen, z. B. Alt-Katholiken, Baptisten, Brüdergemeinde, Freimaurer-Logen, Mormonen, Muslimen, Neuapostolische Kirche. Deren Gemeinschaften bringen wichtige Impulse in die Stadt ein.
Politik
Rabbiner
Stadtoberhäupter und Gemeinderat
An der Spitze der Stadtverwaltung in Heidelberg stand als herrschaftlicher Beamter über lange Zeit der Stadtschultheiß, der seit 1717 den Titel Stadtdirektor trug. Nach dem Übergang an Baden trug das Stadtoberhaupt zunächst den Titel Oberbürgermeister, ab 1819 Erster Bürgermeister und ab 1875 erneut Oberbürgermeister.
Die Stadtoberhäupter seit 1900:
- 1885 - 1913: Carl Wilckens
- 1914 - 1928: Ernst Walz
- 1928 - April 1945: Karl Neinhaus
- April - September 1945: Friedrich Josef Amberger (kommissarisch)
- 1945 - 1946: Ernst Walz jun.
- 1946 - 1952: Hugo Swart
- 1952 - 1958: Karl Neinhaus
- 1958 - 1966: Robert Weber
- 1966 - 1990: Reinhold Zundel (bis 1980 SPD)
- 1990 - 2006: Beate Weber (SPD)
Die Bürgermeister seit 1701 bis 1884 finden sich auf der Seite Persönlichkeiten von und zu Heidelberg.
Der Gemeinderat besteht aus 40 ehrenamtlichen Mitgliedern sowie dem Oberbürgermeister als Vorsitzenden. Der Rat wird jeweils für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Aufgabe des Gemeinderates ist, zusammen mit dem im Rat stimmberechtigten, aber separat gewähltem Oberbürgermeister über alle Angelegenheiten der Stadt zu entscheiden. Der Rat kontrolliert die Stadtverwaltung und überwacht die Durchsetzung seiner Beschlüsse.
Sonstige Gremien
Bezirksbeirat
Die Vertretung der 14 Stadtteile und Gemeindebezirke wird durch die Bezirksbeiräte in den Stadtteilen gewährleistet. Er soll ein bürgernahes Funktionieren der Stadtverwaltung sicherstellen. Die Mitglieder des jeweiligen Bezirksbeirats dienen als Ansprechpartner für Probleme direkt vor Ort. Sie werden proportional durch die Fraktionen des Gemeinderats benannt. Sie werden von der Stadtverwaltung bei vielen Fragen informiert und einbezogen, tagt regelmäßig mindesten dreimal im Jahr. Der Bezirksbeirat hat eine beratende Funktion für den Gemeinderat der Stadt.
Ausländerrat/Migrationsrat
Seit 1989 tagt der Ausländerrat/Migrationsrat. Der Ausländerrat arbeitet mit allen ausländischen und deutsch-ausländischen Vereinigungen der Stadt Heidelberg zusammen. Seit 2003 ist er auch für Migranten zuständig, was durch sich in der Namenserweiterung widerspiegelt. Der Ausländerrat/Migrationsrat vertritt die Interessen ausländischer Einwohner gegenüber dem Gemeinderat und der Stadtverwaltung.
Jugendgemeinderat
Im November 2005 wird zum ersten Mal der Heidelberger Jugendgemeinderat gewählt. Er setzt sich aus insgesamt 30 Schülern Heidelberger Schulen zusammen und wird für die Dauer von zwei Jahren von allen Heidelberger Schülern gewählt. Mitglieder dürfen zum Wahlzeitpunkt nicht älter als 19 Jahren sein. Die Sitze verteilen sich auf die Schultypen wie folgt: 5 Haupt- oder Förderschüler, 5 Realschüler, 10 Gymnasiasten sowie 10 Berufsschüler. Der JGR hat beratende Mitglieder im Jugendhilfe-, Kultur-, Sport und Stadtentwicklungsausschuss. Der Jugendgemeinderat löst den bisherigen Jugendrat ab, der 1999 gegründet und bislang ausschließlich von den Heidelberger Schülersprecherinnen und -sprechern gewählt wurde. Die Initiative zur Weiterentwicklung des Modellprojekts Heidelberger Jugendrat und der Einrichtung eines Jugendgemeinderates ging von den Mitgliedern des Jugendrates selbst aus. Sie strebten damit eine stärkere Mitarbeit im Gemeinderat und seinen Ausschüssen an.
Dezernate
Die Verwaltung der Stadt ist in Form von vier Dezernaten organisiert, welche für die Arbeitsbereiche Allgemeine Verwaltung, Bauen und Sport, Soziales, Schule und Kultur und Umwelt und Energie zuständig sind. Insgesamt 38 Ämter und Referate sind den Dezernaten zugeordnet. Es wird von jeweils einem/-er Bürgermeister/-in geleitet.
Ombudsfrau/-mann
Der inzwischen zweite Bürgerbeauftragte ist Hans-Ulrich Tzschaschel. Heidelberg hat als einzige Stadt Deutschlands einen ehrenamtlichen, von der Verwaltung völlig unabhängigen Bürgerbeauftragten (Ombudsmann). Der Bürgerbeauftragte kann in laufenden Verwaltungsverfahren von der Verwaltung Auskünfte und Einsicht in Akten und Unterlagen verlangen. In Gerichtsverfahren kann der Bürgerbeauftragte nicht eingreifen.
Wappen
Das Wappen der Stadt Heidelberg zeigt in Schwarz auf grünem Dreiberg schreitend, den rot bewehrten, rot bezungten und rot gekrönten goldenen kurpfälzischen Löwen. Das Wappen wurde in seiner heutigen Form 1898 von der Stadt angenommen und wird in der heutigen stark stilisierten Form seit 1969 geführt. Die Stadtfarben sind schwarz-gelb.
Der Löwe ist das Wappentier der Pfalzgrafen, da Heidelberg lange Residenzstadt der Kurpfalz war. Der Dreiberg spielt wohl auf den Namen der Stadt an und ist insofern ein so genanntes redendes Symbol. Zeitweise war dieser Dreiberg auch nicht im Wappen abgebildet.
Daneben gibt es seit einigen Jahren auch ein modernes Logo für das städtische Corporate Design: Im weißen Quadrat drei markanten Linien für Burg, Fluss und Brücke in den Farben Blau und Rot (Entwurf von Erwin Poell).
Städtepartnerschaften
Heidelberg unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- 25px Montpellier, Frankreich, seit 1961
- 25px Cambridge, Großbritannien, seit 1965
- 25px Rehovot, Israel, seit 1983
- 25px Simferopol, Ukraine, seit 1991
- 25px Bautzen, Sachsen, seit 1991
- 25px Kumamoto, Japan, seit 1992
Daneben gibt es in den Stadtteilen und in Vereinen noch einige andere Bänder zu ausländischen Orten.
Außerdem gibt es in Heidelberg ein 25px Amerika-Haus (DAI, Deutsch-Amerikanisches Institut) und ein Montpellier-Haus in der Altstadt in der Kettengasse ([mailto:Montpellier-Haus@heidelberg.de eMail]). In Montpellier gibt es entsprechend ein Heidelberg-Haus).
Die Stadt als Namenspate
- Flugzeuge der Lufthansa: Der vierte Flieger mit diesem Namen ist seit 1990 ein Airbus A 320-200 (einer von 36 der LH) für 139 Passagiere.
- Schiffe der Bundesmarine
- ICE-Zug der DB
Wirtschaft und Infrastruktur
Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen
21 % der Beschäftigten arbeiten im produzierenden Gewerbe, 18 % bei Handel, Gastgewerbe, Verkehr und 61 % im Bereich sonstige Dienstleistungen.
Ansässige Unternehmen
In der Stadt sind mehrere bedeutende Unternehmen ansässig, u. a. die Heidelberger Druckmaschinen AG (Markenname Heidelberg), die HeidelbergCement (HZAG), der Finanzdienstleister MLP AG, der Wissenschaftsverlag Springer und der Softwaredienstleister SAS Institute. Produzierendes Gewerbe und Dienstleister halten sich dabei die Waage. Als Arbeitgeber von großer Bedeutung sind aber auch der Einzelhandel und das Handwerk. Im Gesundheitssektor sind die Wohlfahrtsverbände als Arbeitgeber zu nennen. Der größte Arbeitgeber der Region ist die Universität Heidelberg mit einem großen Klinikum.
Verkehr
18px Durch das westliche Stadtgebiet führt die Bundesautobahn A 5 (Frankfurt am Main - Karlsruhe), die im Nordwesten der Stadt die Autobahn A 656 (nach Mannheim) kreuzt. Im Süden kreuzt die A 6 von Saarbrücken über Mannheim, Heilbronn und Nürnberg nach Waidhaus an der deutsch-tschechischen Staatsgrenze.
18px Ferner durchziehen die Bundesstraßen B 3 (Frankfurt am Main - Karlsruhe), B 37 Mannheim - Eberbach und B 535 Schwetzingen - Heidelberg die Stadt.
18px Heidelberg ist an das Netz der S-Bahn RheinNeckar angeschlossen, die den gesamten Rhein-Neckar-Raum erschließt und Linien bis in die Pfalz und nach Südhessen führt. Eine Anknüpfung an das S-Bahn-Netz nach Karlsruhe ist bereits erfolgt.
18px Im Fernverkehr ist Heidelberg mit den ICE der Linie Stuttgart - Köln (L 45, zweistündlich), Zürich - Frankfurt am Main (L 87, einzelne Züge) und mit den ICE Stuttgart - Hamburg (L 20, einzelne Züge)erreichbar, sowie mit ECs/ICs der Linie Salzburg - Frankfurt (L 62, zweistündlich), Stuttgart - Dortmund (L 60, zweistündlich) und ICs Karlsruhe - Stralsund (L 26, zweistündlich)
18px Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) betreiben mehrere Linien der Heidelberger Straßen- und Bergbahn AG (HSB), eine Straßenbahnlinie der MVV OEG AG sowie Buslinien mehrerer Betriebe. Sie alle sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar (VRN) zu benutzen.
Siehe auch: Nahverkehr in Heidelberg
Medien
In Heidelberg erscheint als Tageszeitung die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ). Sie hat mehrere Lokalausgaben.
Die Stadt gibt ein wöchentliches Amtsblatt, das Stadtblatt, heraus. Als Stadtmagazin mit Veranstaltungskalender erscheint heidelberg aktuell.
Heidelberg ist Standort einiger Rundfunk-Sendeanlagen. Neben dem Fernsehturm des SWR auf dem Königstuhl bei 8°43'46" östlicher Länge und 49°24'16" nördlicher Breite gibt es auch die direkt benachbarte Sendeanlage der Deutschen Telekom AG und der gegen Erde isolierte, abgespannte Sendemast des AFN im Stadtteil Wieblingen bei 8°38'42" östlicher Länge und 49°25'57" nördlicher Breite, der zur Verbreitung von AFN-Programmen auf der MW-Frequenz 1143 kHz und der UKW-Frequenz 104,6 MHz dient. Der Süddeutsche Rundfunk (heute Südwestrundfunk/SWR) unterhielt lange Jahre ein Regionalstudio, das inzwischen seinen Sitz in Mannheim hat. Ferner gibt es das Rhein-Neckar Fernsehen als Lokalsender. Seit Beginn der neunziger Jahre entwickelte sich auch seitens der Studentenschaft reges Interesse mit eigenen Medien vetreten zu sein. Neben der Studierendenzeitung Ruprecht, sendet auf UKW 104,5 Mhz das Campusradio Rhein-Neckar, RadioAktiv. Heidelberger Studenten engagieren sich gemeinsam mit Kommilitonen aus der Nachbarstadt Mannheim, um den Radiobetrieb aufrecht zu erhalten und die Studentenschaft mit Musik am und News vom Campus zu versorgen.
Gerichte
In Heidelberg gibt es ein Amtsgericht und ein Landgericht, die beide zum OLG-Bezirk Karlsruhe gehören.
Ein Arbeitsgericht gehört zum Landesarbeitsgericht Mannheim.
Als Teil der freiwilligen Gerichtsbarkeit fungiert ein staatliches Notariat.
Bildung und Forschung
Universität, Hochschulen
Notariat
- Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg; gegründet 1386; älteste Universität auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands
- Pädagogische Hochschule Heidelberg; gegründet 1962 aus den 1904 als Vorseminar, später Lehrerseminar und ab 1952 als Pädagogisches Seminar bezeichneten Einrichtungen, seit 1971 wissenschaftliche Hochschule
- Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg; gegründet 1931 als Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Baden
- Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg; gegründet 1979; mit 9 Teilbereichen der Religion und Kultur des Judentums.
- Fachhochschule Heidelberg - Staatlich anerkannte Fachhochschule der SRH-Gruppe (Stiftung Rehabilitation Heidelberg). Auch mit Studienplätzen für unterschiedlichst behinderte Menschen.
Forschung
In Heidelberg befinden sich zahlreiche Forschungsinstitute, insbesondere für Biowissenschaften, aber auch aus anderen Bereichen:
- das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ)
- das European Molecular Biology Laboratory (EMBL) - 1974 gegründet und von 18 Staaten betrieben. Es gehört zu den bekanntesten biologischen Forschungslabors der Welt.
- folgende Max-Planck-Institute:
- Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
- Max-Planck-Institut für Kernphysik
- Max-Planck-Institut für Astronomie
- Max-Planck-Institut für medizinische Forschung
- das DZFA (Deutsches Zentrum für Alternsforschung) an der Universität Heidelberg. Es soll Alternsprozesse im Erwachsenenalter in ihren vielschichtigen Aspekten interdisziplinär erforschen. Ursula Lehr nahm 1987 den ersten Lehrstuhl für Gerontologie in (damals noch West-)Deutschland ein.
- Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau
- Landessternwarte Heidelberg-Königstuhl
- Heidelberger Akademie der Wissenschaften (gegründet 1763 als Kurpfälzische Akademie)
- European Media Laboratory (EML) und EML Research gGmbH, private Forschungsinstitute für angewandte Informatik
- Thoraxklinik am Universitätsklinikum-Heidelberg - Internistische Onkologie der Thoraxtumoren - Thoraxchirurgie
Schulen
Es gibt zahlreiche Grund-, Haupt- und Realschulen (staatlich und privat) sowie Berufs- und Sonderschulen. In Heidelberg finden sich, bedingt durch den großen Akademikeranteil an der Gesamtbevölkerung (der größte Arbeitgeber ist die Universität!), eine hohe Zahl von Gymnasien. Über 52 % aller Schüler der Stadt sind Gymnasiasten.
Schulen besonderer Prägung sind die Freie Waldorfschule Heidelberg (privat) und die Internationale Gesamtschule Heidelberg (IGH) (staatlich). Die IGH ist eine additive Gesamtschule, die mit zwei weiteren Gesamtschulen im Baden-Württembergschen Schulgesetz als Schule außerordentlicher Prägung namentliche Erwähnung findet. An beiden Schulen kann man das Abitur ablegen. Ebenfalls eine besondere Prägung hat die private Heidelberg International School (HIS) in Wieblingen, die noch im Aufbau von 4. Lebensjahr bis zum Abitur nach der 12. Klasse ist. 2005 war die Klasse 9 erreicht. Die Unterrichtssprache ist Englisch und es wird Schulgeld erhoben. In der Nähe von Heidelberg exisitiert in Heppenheim die freie Odenwaldschule, ein Landerziehungsheim, das als Modellschule seit vielen Jahren von überregionalem Interesse ist.
Erwähnenswert ist neben der Volkshochschule auch die Musik- und Singschule der Stadt Heidelberg mit einem interessanten Aufführungsort, dem Johannes-Brahms-Saal. Außerdem gibt es die Hotelfachschule und zahlreiche private berufsbildende Schulen wie das bfw und die F+U-Schulen. Neben diesen Schulen finden sich auch außerschulische Bildungseinrichtungen, etwa das Life-Science Lab, ein Schülerlabor der Helmholtz-Gemeinschaft am Deutschen Krebsforschungszentrum.
Staatliche Gymnasien
- Carl-Bosch-Schule, Technisches Gymnasium (TG, Oberstufe)
- Bunsen-Gymnasium
- Helmholtz-Gymnasium
- Hölderlin-Gymnasium
- Kurfürst-Friedrich-Gymnasium (KFG)
- Marie-Baum-Schule, Biotechnologisches Gymnasium (BTG, Oberstufe)
- Willy-Hellpach-Schule, Wirtschaftsgymnasium (WG, Oberstufe)
Private Gymnasien
- Elisabeth-von-Thadden-Gymnasium (ev.)
- Englisches Institut (EI)
- Heidelberg College (HC)
- St.-Raphael-Gymnasium (kath.)
- F+U Wirtschaftsgymnasium gGmbH (WG, Oberstufe)
Akademie für Ältere
Eine Besonderheit in der Bildungslandschaft ist die Akademie für Ältere. Dort wird von Älteren (60 Jahre und älter) ein sehr breites Spektrum an Bildungsangebote für Ältere gestaltet. Man kann es sich wie eine Art Volkshochschule vorstellen. Neben großen Vortragsveranstaltungen gibt viele Seminare. Inzwischen blickt die Einrichtung auf über 15 Jahre Erfahrung von Integration, Schaffung neuer Netzwerke und einer spannenden Kombination von ehrenamtlichem Engagement und Politikteilhabe zurück.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Wirtschaftsgymnasium
Wirtschaftsgymnasium
Wirtschaftsgymnasium
Heidelberg ist eine der wenigen deutschen Großstädte mit einer weitgehend erhaltenen barocken Altstadt in mittelalterlichen Proportionen, da diese während des Zweiten Weltkriegs von Bombardierungen verschont blieb. In der Altstadt, die mit 1,6 km Länge eine der längsten Fußgängerzonen Europas hat, befindet sich auch der Großteil der weiteren Sehenswürdigkeiten:
- Das Heidelberger Schloss ist eigentlich eine Ruine, nur teilweise restauriert. Sie steht 80 m über dem Talgrund am Nordhang des Königstuhls. Sie ist Wahrzeichen der Stadt und als berühmteste Ruine Deutschlands bekannt. Hier befindet sich auch das Große Fass.
- Alte Universität und Universitätsbibliothek - sowohl als Bibliothek mit enormen Buchbestand als auch als Jugendstil-/klassizistisches Gebäude mit Museum (Handschriften, Codices) am Universitätsplatz
- Kirchen
- Heiliggeistkirche,
- Jesuitenkirche - Pfarrkirche Hl. Geist
- Peterskirche. Älteste Kirche und zugleich Univ.kirche
- Providenzkirche
- Sankt Anna (evang.), markante Front zur Sankt Annagasse
- Einzelbauwerke
- Alte Brücke über den Neckar
- Hotel zum Ritter
- Als östliche Stadtpforte das Karlstor (nach einem Kurfürsten benannt)
- Abtei Neuburg
- Ruinen des Stephans- und Michaelsklosters auf dem Heiligenberg
- Sternwarte auf dem Königstuhl
- Synagoge in der Weststadt
- Thingstätte auf dem Heiligenberg
- Fernsehturm Heidelberg
- Telekom-Fernmeldeturm Heidelberg
- Fernmeldeturm der US-Streitkräfte Heidelberg
- Bergfriedhof u. a. mit dem Grab des 1. Reichspräsidenten Friedrich Ebert
- Philosophenweg
- Die Heidelberger Bergbahn fährt seit 2005 mit neuen Triebwagen im unteren Teil zur Molkenkur-Aussicht und den historischen Wagen im oberen Streckenabschnitt auf den Königstuhl.
Museen
Königstuhl]
- Antikenmuseum und Abguss-Sammlung des Archäologischen Instituts
- Das Deutsche Apothekenmuseum im Heidelberger Schloss
- Botanischer Garten, der Nachfolger des Hortus palatinus mit einer systematischen Lehrschau, in den Gewächshäusern eine breite Sukkulentensammlung und Bereiche, die nach Kontinenten bepflanzt sind.
- Carl Bosch-Museum
- Deutsches Verpackungs-Museum
- Friedrich Ebert-Gedenkstätte
- Heimatmuseum in Kirchheim. Rohrbach und Ziegelhausen
- Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg im Palais Morass (1710 ; etwa Mitte der Hauptstraße; Moderne und Regionalmuseum - mit Windsheimer Riemenschneider-Altar, Emil Nolde Im Hof der Kunstverein)
- Sonderausstellung: vom 25. September bis 20. November 2005 - Aus den Uffizien: Die Medici - Porträts einer Dynastie
- Untrennbar ist der Name Medici mit der Stadt Florenz verbunden, die von der Renaissance bis zum 18. Jahrhundert von der Familiendynastie regiert wurde. Aber um 1690 ließ sich die letzte Medici, Anna Maria Luisa, die mit Johann Wilhelm von der Pfalz verheiratet war, von Antonio Franchi porträtieren. Deshalb sind jetzt 20 zum Teil lebensgroße Porträts aus den Uffizien und dem Palazzo Pitti in Heidelberg zu sehen.
- Museum für sakrale Kunst und Liturgie
- Museum für Geologie/Paläontologie
Palazzo Pitti
- Museum Haus Cajeth
- Die Sammlung Prinzhorn führt Ausstellungen und Forschung zu Arbeiten von Patienten psychiatrischer Einrichtungen 1920-1930 durch.
- Karzer, Studentenmuseum in der Alten Universität (Rückseite)
- Der Codex Manesse eine mittelhochdeutsche Liederhandschrift wird in der Universitätsbibliothek verwahrt. Ein Faksimile wird ständig dort ausgestellt.
- Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
- Gedenkplakette an José Protasio Rizal Mercado y Alonzo Realonda, Nationalheld der Philippinen, Bergheimerstr. 5 (ehemals Augenklinik, jetzt DZFA)
- John Rabe Communication Centre, Ludwig-Krehl-Str.56 (Tel: 47 30 45) – der chinesische Buddha
- Textilsammlung Max Berk (Teil des Städtischen Museums)
- Universitätsmuseum
- Völkerkundemuseum Völkerkundemuseum v.P.ST
- Zoologisches Museum und Zoo Heidelberg
Theater
- Theater der Stadt Heidelberg; (Oper, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater)
- Freier Theaterverein Heidelberg e.V.
- betreibt das TiKK - Theater im Kulturhaus Karlstorbahnhof
- etwa 30 Mitgliedsgruppen
- Musik Theater Heidelberg
- Romanischer Keller
- Stephge junges theater Pfaffengrund
- Taeter-Theater
- Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg e.V.
- Theaterwerkstatt Heidelberg
- UnterwegsTheater
- Zimmertheater Heidelberg
Kino
- Gloria & Gloriette (Altstadt), Kino mit zwei Sälen, gehobenes Programm; Spielstätte des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg
- Harmonie Lux Kinocenter (Altstadt), Kino mit kommerziellem Programm in mehreren kleinen Sälen, ehemals Stadthaus der Wormser Bischöfe im 15. Jahrhundert
- Kamera (Neuenheim)
- Karlstorkino (Altstadt), kleines Programmkino mit Werkschauen, Themenschwerpunkten, Dokus in einem Kulturzentrum
- Schlosskino (Altstadt)
- Studio Europa (Weststadt)
- Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg, findet eine Woche lang im November in Mannheim und Heidelberg statt
Orchester und Chöre
- Philharmonisches Orchester der Stadt Heidelberg
- Collegium Musicum: Großer Chor, kleiner Chor und Orchester der Universität Heidelberg
- Cappella Palatina Heidelberg; Kirchenmusik an der Jesuitenkirche Heidelberg
- Heidelberger Motettenchor unter der Leitung von Hans Jochen Braunstein
- Heidelberger HardChor unter der Leitung von Bernhard Bentgens
- 1. FC Heidelberg (FC steht für Frauenchor) unter der Leitung von Bernhard Bentgens
- Philharmonic Wonder Band - eine einzigartige Cross-Over-Formation, die Klassiker des Beat und der Neuzeit spielt.
- Musikfreunde Heidelberg; Orchester unter der Leitung von René Schuh
- Bachchor Heidelberg e.V.; unter der Leitung von Christian Kabitz
- Mokosané, Afrika-Chor der Städtischen Musik- und Singschule unter der Leitung von Eva Buckman
- Heidelberger Jazzchor unter der Leitung von Joachim Berenbold
- Chor der Evangelischen Studierendengemeinde unter der Leitung von Xaver Detzel
Ausgehen / Nachtleben
Pubs, Bars, Cafés
- Chocolaterie yilliy in der Altstadt links vom Rathaus
Clubs & Discos
- 8 Grad, Disco in Bergheim (Musik je nach Wochentag)
- Billy Blues im Ziegler, Club in Bergheim (Musik je nach Wochentag, Konzerte)
- Cave 54, Jazzclub in der Altstadt
- deep, Lounge in der Altstadt (House)
- halle_02, stillgelegter Güterbahnhof in der Südstadt (Konzerte, Ausstellungen)
- Karlstorbahnhof, ehemaliges Bahnhofsgebäude (Musik, Theater, Kleinkunst, Politik, Literatur)
- Musikfabrik Nachtschicht, Disco in Bergheim (Musik je nach Wochentag)
- Schwimmbad Musikclub, Disco mit mehreren Floors (Bühne, Disco, Kino, Bistro) im Neuenheimer Feld
- Soundcafé Storchennest, alternativer Musikclub in Bergheim
- Villa Nachttanz, selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum im Industriegebiet von Wieblingen
Kneipen in der Altstadt
- Bar1
- Café-Bistro "Petit Paris"
- Casa del Caffé
- Coyote Café
- Destille
- Eckstein
- Großer und Kleiner Mohr
- Hard Rock Café
- i-Punkt
- Journal
- K.A.R.L. Rock Live Kneipe
- MAX-Bar
- Orange
- Peppers Bar
- Palmbräu Gasse
- Roter Ochse
- Schnookeloch
- Seppel
- Sonderbar
- Vater Rhein
Senioren- und Bürgerzentren
Nach grundlegender Planung bereits in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden in zwölf Stadtteilen Senioren- und Bürgerzentren eingerichtet. Sie dienen als Ort des Zeitvertreibs genauso wie als Beratungsstelle der Wohlfahrtsverbände und der Stadtverwaltung.
Ganz unterschiedliche Programmgestaltung erfolgt durch die örtlichen ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Die Stadt finanziert nur die Gebäude und einen Teil der hauptamtlichen Mitarbeitenden. Dadurch gibt es flächendeckend Anlaufpunkte für hilfsbedürftige Personen und deren Angehörige. In einer älter werdenden Gesellschaft ein wichtiges Strukturmerkmal städtischer Sozialarbeit. Vgl. Gerontologie.
Sehenswürdigkeiten im Umland
Gerontologie
Sehenswert im Umland Heidelbergs sind vor allem die Städte Speyer, Worms, Schwetzingen (insbesondere das Sommerschloss der Kurfürsten mit bemerkenswertem englischen Park), Ladenburg, Bruchsal (mit barockem Schloss, Treppenhaus durch Balthasar Neumann), Mannheim mit der Jugendstilanlage Wasserturm und modernem Technikmuseum, Wiesloch, Eberbach und Erbach.
Ein Erlebnis ist eine Flussfahrt durch das romantische Neckartal in Richtung Heilbronn mit der Feste Dilsberg bei Neckargemünd und vielen weiteren Burgen. Am zweiten Sonntag im August mit dem Schiff nach Koblenz und zurück zu Rhein in Flammen.
Touristikrouten in der Nähe: Deutsche Weinstraße(im Westen), Badische Spargelstraße(nach Südwesten), Kraichgau(nach Südosten), Burgenstraße(nach Osten) und die Bergstraße(nach Norden).
Noch mehr historische Bauten: Rothenburg ob der Tauber. Für Bildung sorgt die Spechbacherische Pfälzisch-Akademie (siehe unter Dialekt). Die Bertha-Benz-Fahrt mit Schnauferln immer in ungeraden Jahren am zweiten Wochenende im August fährt durch HD. In Sinsheim Auto- und Technikmuseum (Oldiemuseum).
Regelmäßige Veranstaltungen
- März/April: Heidelberger Frühling, Musikfestival
- März/April: Internationaler Ostereiermarkt Heidelberg
- April: Halbmarathon am letzten Wochenende im April
- Mai: Frühlingsmesse auf dem Messplatz
- Juli: Theatermarathon an öffentlichen Plätzen und an den Spielstätten
- Juli/August: Heidelberger Schlossfestspiele im Schlosshof
- Juni-September: jeweils am ersten Samstag im Juni und September und am zweiten Samstag im Juli – die Heidelberger Schlossbeleuchtung mit Brillantfeuerwerk von der Alten Brücke. Beginn nach 21.30 Uhr. Am besten zu genießen von den Neckarwiesen oder dem Philosophenweg aus.
- September: Heidelberger Herbst in der Altstadt und der ganzen 2 km langen Fußgängerzone
- Oktober: Herbstmesse
- Oktober/November: Heidelberger Theatertage, Enjoy Jazz
- November: Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg
- November/Dezember: Weihnachtsmarkt in der Altstadt
Zitate aus Liedern, Gedichten …
Zitate aus Liedern, Gedichten mit einem deutlichen und allgemein bekanntem Bezug zu Heidelberg sind unter Heidelberg in der Dichtung zu finden, darunter
- Joseph Victor von Scheffel: „Alt-Heidelberg du Feine“
- Friedrich Hölderlin, Ode: „Lange lieb ich dich schon“
- Clemens Brentano: „Lied von eines Studenten“
- Wilhelm Meyer-Försters Theaterstück: „Alt-Heidelberg“
- Friedrich Raimund Vesely alias Fred Raymond Operettenlied: „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren“
Sprachen, Dialekt
Durch die multikulturelle Zusammensetzung der Bewohner kann man auf der Straße viele Sprachen hören. Aber die lokale Mundart ist „Pellzisch“ oder auf Hochdeutsch: der Pfälzer Dialekt in Kurpfälzer Ausprägung.
Von Kaiserslautern bis Mosbach wird ein fränkischer bzw. rheinfränkischer Dialekt in unzähligen kleinräumigen Varianten „gebabbelt“, dass einem das Herz aufgehen kann - leider in der modernen und multikulturellen Stadt Heidelberg immer weniger. Unvergessen sind Elsbeth Jandas Vorträge, beispielsweise die Rolle der Liselotte von der Pfalz. Die Eleganz der französischen Sprache ist vielleicht noch in der Satzmelodie zu ahnen und manches Lehnwort noch vorhanden.
Persönlichkeiten
französischen Sprache
In der Stadt Heidelberg leben, lebten und wirkten viele bekannte Persönlichkeiten: siehe die Liste Persönlichkeiten.
Literatur
- Heidelberg. Geschichte und Gestalt. Hrsg. von Elmar Mittler. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter, 1996. ISBN 3-9215-2446-6
- Buselmeier, Michael (Hg.). Heidelberg Lesebuch. Stadt-Bilder von 1800 bis heute. Frankfurt a. M.,1986.
- Scheffel, Joseph Victor von. "Die Burschenschaft und ihre Stellung in der Gegenwart", aus dem Nachlass herausgegeben und eingeleitet von Hansgeorg Schmidt-Bergmann, in: Allmende, eine allemannische Zeitschrift, Bd. 18, 1998. S. 45-52.
- Seeling, Jens. "Heidelberg - Wanderungen durch die Erdgeschichte." Frankfurt, 2005. ISBN 3-938973-00-5.
- Heidelberg ... neu entdecken, ISBN 3-8313-1303-2
- Badisches Städtebuch; Band IV - 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arb.gem. der historischen Kommissionen Städtetag- Städtebund-Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
Weblinks
Die offizielle Seite der Stadt ist in der Datentabelle oben eingetragen. Dort auch eine umfangreiche Linksammlung.
- [http://www.haidelberg.de/ Heidelberg. Jahrbuch zur Geschichte der Stadt, herausgegeben vom Heidelberger Geschichtsverein e. V. ]
- [http://www.heidelberg-aktuell.de/ Heidelberg aktuell Stadtmagazin]
- [http://www.stadtpanoramen.de/heidelberg/heidelberg.html Heidelberg Stadt-Panoramen]
- [http://www.sino.uni-heidelberg.de/students/tjuelch/index.htm Historisch-architektonische Seite (umfangreiche Seminararbeit)]
- Gezahnte [http://www.s-line.de/homepages/ebener/Heidelberg.htm historische und philatelistische Heidelbergiensa]
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Kategorie:Ort in Baden-Württemberg
Kategorie:Kurpfalz
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ja:ハイデルベルク
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Qualitätssicherungskandidaten
Qualitätssicherungskandidaten
Heidelberger Schloss
Das Heidelberger Schloss gelegen oberhalb der Heidelberger Altstadt am Ostrand der Stadt, ist über Deutschland hinaus weltberühmt und wird jährlich von Hunderttausenden aus dem In- und Ausland besucht. Es war das Residenzschloss der Pfalzgrafen und Kurfürsten bei Rhein.
Im Badisch-Pfälzischen Krieg 1462 setzte Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz den Markgrafen Karl I. von Baden, den Bischof Georg von Metz und den Grafen Ulrich V. von Württemberg auf Schloss Heidelberg fest und ließ sie erst nach einer stattlichen Lösegeldzahlung frei.
Lösegeld
Lösegeld
1693 wurde das Schloss im Pfälzischen Erbfolgekrieg durch französische Truppen so stark beschädigt, dass man die Residenz schließlich nach Mannheim verlegte.
Berühmte Schlossbewohner
- (von 1596 bis 1662) Elisabeth Stuart
- (von 1652 bis 1721) Liselotte von der Pfalz
- (von 1610 bis 1632) Kurfürst Friedrich V., der "Winterkönig"
- (von 1592 bis 1610) Kurfürst Friedrich IV.
- (von 1556 bis 1559) Kurfürst Otto Heinrich
- (von 1398 bis 1410) Kurfürst Ruprecht III.
Ruprecht III.
Einzelgebäude
Ruprecht III.
Das Schloss ist nach einem niedergebrannten Vorläufer (einer richtigen Burg) auf Höhe der heutigen Molkenkur als massive Festung am tiefer gelegenen Hang errichtet worden. Das Tal verengt sich unterhalb und kann dadurch gut "beherrscht" werden.
Erst nach und nach wurde daraus von Generation zu Generation eine schönere Ansammlung großzügiger Wohngebäude.
Charles de Graimberg, ein durch die Revolution vertriebener französ. Adliger, hat es in der Romantik dann erst zu dem gemacht, was es heute ist(s. unten). Eine wunderschöne Ruine, besonders im Schein der Abendsonne im Sommer.
Die Altstadt kam erst lange danach. Zunächst gab es eine Berg-Stadt für Bedienstete und Beamte am Hangweg ins Tal entlang.
Im Folgenden betrachten wir vom Innenhof der Reihe nach die Fassaden der einzelnen Bauteile (siehe histor. Grundriss 1888 rechts).
Ruine]
Ruprechtsbau
Der Ruprechtsbau gehört zu den ältesten Gebäuden des Heidelberger Schlosses. Er wurde erbaut von Kurfürst Ruprecht III., der zu Beginn des 15. Jahrhunderts deutscher König war und um diese Zeit mit dem Bau der bis heute noch erhaltenen Teile des Heidelberger Schlosses begann. Lange Zeit glaubte man, dass die Geschichte des Heidelberger Schlosses mit diesem Bauwerk beginne. Doch bei umfangreichen archäologischen Untersuchungen, die während Renovierungsarbeiten Ende des 19. Jahrhunderts durchgeführt wurden, fand man Fragmente von romanischen und frühgotischen Fenstern. Der Baubeginn des Schlosses wird somit auf die Jahre um 1300 geschätzt.
1534 wurde der Ruprechtsbau durch Ludwig V. um ein steinernes Obergeschoss erweitert. Ein Absatz in der Mauerung an der vorderen Kante sowie die Jahreszahl 1534 im Inneren des Gebäudes künden noch heute von dem Umbau.
Ein Engelswappen über dem Portal ziert das Bauwerk. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um das Abzeichen des Bauherrn handelt, der sich auf diese Weise für die Nachwelt verewigt hat. Der Überlieferung nach handelt es sich bei den beiden Engeln auf dem Wappen um eine Darstellung der Kinder des Baumeisters, die bei den Bauarbeiten am Schloss von einem Gerüst stürzten und ums Leben kamen.
Im Inneren des Ruprechtsbaus befindet sich ein opulenter Renaissance-Kamin, eines der wenigen Elemente der Innenausstattung, die noch heute erhalten sind.
Bibliotheksbau
Der Bibliotheksbau befindet sich zwischen dem Ruprechtsbau und dem Frauenzimmerbau. Er ist im spätgotischen Stil gehalten und wurde von Kurfürst Ludwig V. zwischen 1520 und 1544 errichtet. Der schönste noch erhaltenen Teil des Gebäudes ist der Erker zum Hof im Obergeschoss.
Der Bibliotheksbau unterscheidet sich von anderen Schlossgebäuden des 16. Jahrhunderts darin, dass er bis in die oberen Stockwerke in Stein gewölbt war. Man führt das darauf zurück, dass hier nicht nur die Bibliothek, sondern auch die Kurfürstliche Münze aufbewahrt wurde.
Frauenzimmerbau
Vom Frauenzimmerbau ist nur noch das Erdgeschoss erhalten. Errichtet wurde er unter Ludwig V. in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Vermutlich lebten die Hofdamen hier, welche ihre Zimmer in den Obergeschossen des Frauenzimmerbaus hatten. Im Erdgeschoss befand sich der Königsaal, der für Festlichkeiten aller Art genutzt wurde.
Der Königsaal verlor später seine Rolle als Repräsentationsraum an den Gläserner-Saal-Bau. 1689 brannte der Festsaal völlig nieder und diente später als Arbeitsraum für die Küfer, die an dem Großen Fass arbeiteten und damit dem Gebäude den Namen Bandhaus gaben.
In den 1930er Jahren wurde das Parterre wieder hergerichtet und dient seitdem der Stadt Heidelberg als Festsaal für Veranstaltungen aller Art.
Fassbau
Der Fassbau wurde eigens für das berühmte Große Fass durch Johann Casimir von 1589 bis 1592 errichtet. Es ist an den Königsaal angeschlossen, so dass bei Feierlichkeiten möglichst direkter Zugang zu den Weinvorräten des Fasses bestand.
Ungewöhnlich an dem Gebäude ist der spätgotische Stil - zur Bauzeit hatte sich schon der Renaissance-Stil durchgesetzt
Friedrichsbau
Kurfürst Friedrich IV. ließ den Friedrichsbau von 1601 bis 1607 errichten, nachdem das zuvor an dieser Stelle sich befindliche Wohngebäude mit der Schlosskapelle einzustürzen drohte. Johannes Schoch war der Architekt des Bauwerks. In die Hoffassade des Friedrichsbaus sind Statuen der Ahnen der Kurfürsten eingearbeitet. Bildhauer dieser Ahnengalerie des Bauherrn war Sebastian Götz aus Chur. Der Friedrichsbau ist der erste Palast des Schlosses, der auch mit einer repräsentativen Fassade zur Stadtseite hin errichtet wurde.
1607
Im Erdgeschoss des Bauwerks befindet sich die Schlosskirche, welche noch heute unbeeinträchtigt erhalten ist. Die Obergeschosse des Gebäudes wurden als Wohnraum genutzt.
1890 bis 1900 wurde der Friedrichsbau nach Entwürfen des Karlsruher Professors Carl Schäfer grundlegend erneuert.
Gläserner-Saal-Bau
Der Gläserne Saalbau wurde durch Kurfürst Friedrich II. errichtet. Seinen Namen hat das Gebäude von dem mit venezianischem Spiegelglas verzierten Saal im Obergeschoss. Zum Hof hin weist das Gebäude sehr stämmige Renaissance-Arkaden auf, in den Arkadengängen jedoch spätgotische Gewölbe. Die der Stadt zugewandte Nordseite des Bauwerks ist völlig schmucklos, die Ostseite ist mit einem kleinen gotischen Erker geschmückt und besaß wie der hofseitige Erkervorbau einen verzierten Giebel.
Kurfürst Karl Ludwig ließ nach dem Dreißigjährigen Krieg den Gläsernen Saalbau umbauen. Dabei wurden die Geschosshöhen verändert und neue, rundbogige Fenster in die Nordfront eingebaut. Die Gewände der ursprünglichen Fenster sind zum Teil in der Nordfassade noch sichtbar.
1897 wurde in der westlichen Wand des Gläsernen Saalbaus eine vermauerte frühgotische Fenstergruppe entdeckt, die auf eine Bebauung des Schlossareals in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hindeutet.
Es wird vermutet, dass beim Bau des Gläsernen Saalbaus der Ottheinrichsbau bereits geplant war, da die hintere Hälfte des Gebäudes hinter dem Ottheinrichsbau steckt und ohne Fassadenschmuck aufgeführt wurde.
Ottheinrichsbau
Der Ottheinrichsbau wurde unter Kurfürst Ottheinrich erbaut, nachdem dieser 1556 Kurfürst geworden war. Der neue Palast war das erste Renaissancebauwerk auf deutschem Boden.
Die Fassade des vier Stockwerke hohen Gebäudes ist durch 16 allegorische Figuren verziert, die das Regierungsprogramm des Kurfürsten symbolisieren. Der Niederländer Alexander Colin, der später für die Habsburger arbeitete, hat die Figuren erschaffen. Als Ottheinrich 1559 starb, war der Bau noch nicht fertig gestellt. Frühere Abbildungen (Merian, Kurpfälzisches Skizzenbuch) zeigen, dass der Ottheinrichbau vor dem Dreißjährigen Krieg zwei überdimensionierte Doppelgiebel erhalten hatte, die mit der horizontalen Gliederung des Baues, der sich wesentlich an italienischen Vorbildern der Frührenaissance orientierte, schlecht harmonierten. Dies war offenbar auf einen von Kurfürst Friedrich III. veranlassten Planwechsel zurückzuführen und nicht in der ursprünglichen Bauplanung vorgesehen. Unter Karl Ludwig erhielt der Ottheinrichsbau nach dem Dreißigjährigen Krieg eine neue Bedachung, die riesigen Doppelgiebel verschwanden.
Ludwigsbau
Der Ludwigsbau wurde 1524 durch Ludwig V. errichtet und diente als Wohnbau. Er ersetzte ein älteres Bauwerk, dessen Mauern teilweise für den Ludwigsbau weiterverwendet wurden. Der gotische Staffelgiebel, der die Südwand abschloss, ist heute nicht mehr vorhanden.
Ursprünglich handelte es sich bei dem Ludwigsbau um ein symmetrisches Gebäude. Kurfürst Ottheinrich ließ jedoch den nördlichen Teil jenseits des Teppenturms abreißen, um Platz für den Ottheinrichsbau zu machen.
1764 wurde der Ludwigsbau durch Brand zerstört.
Sonstige Einzelgebäude
- Altan über dem Fassbau - der Balkon der Fürsten
- Englischer Bau
- Dicker Turm
Der Schlossgarten
einstmals Hortus Palatinus
Große Scheffelterrasse mit ehem. Hortus Palatinus von Salomon de Caus, auf dem ein Gartenhaus gegenüber der Schlossanlage geplant war.Durch ein Gemälde des Barockgartens sind Form und Anlage der Parterres überliefert. Die Schlossverwaltung versucht nun Zug um Zug die historische Gestalt nachfühlbar zu machen.
Interessant ist auch der Baumbestand, der aus einer Sammlung des Kurfürsten resultiert.
(Durch ein Treppenhaus im Berg läßt sich für Fotos ein einmaliger Standpunkt gewinnen.)
Wasserspiele, Brunnenhaus
Grotten
Goethe-Bank
Im Park
- Stückgarten mit Elisabethentor
Das Tor war eine Überraschung für die junge Ehefrau. Stückgarten allerdings ist martialisch. Das Wort kommt von der alten Bezeichnung der Kanonen, die hier aufgestellt waren.
Bei klarer Sicht ist hier ein Blick bis auf die Pfalzberge jenseits der Rheinebene möglich. Und wem nicht schwindlig wird, der schaut in den Burggraben hinunter.
- Kasematten(nach 1648)
Sie sind Reste der erwähnten Festung. In speziellen Führungen kann nachgeprüft werden, ob die Sage stimmt, dass (auch in HD) ein Fluchtweg für den Belagerungsfall existierte.
Baugeschichte, Tourismus
- Charles de Graimberg
- Schlossbeleuchtung als Inszenierung des Stadtbrandes
Zitate aus Liedern, Gedichten . . .
Zitate aus Liedern, Gedichten mit einem deutlichen und allgemein bekanntem Bezug zu Heidelberg sind unter Heidelberg in der Dichtung zu finden,
darunter …
- Alt-Heidelberg du Feine .... = gaudeamus igitur
- Friedrich Hölderlin, Ode
- Clemens Brentano, "Lied von eines Studenten ..."
- Wilhelm Meyer-Försters Theaterstück
- Friedrich Vesely alias Fred Raymond - Ich hab mein Herz in ... verloren,
. . . in einer lauen Sommernacht. Ich war verl. . .
Literatur
zur Baugeschichte:
- Marc Rosenberg: Quellen zur Geschichte des Heidelberger Schlosses, Heidelberg 1882.
- Julius Koch, Fritz Seitz (Hrsg.): Das Heidelberger Schloß. Mit Genehmigung des Großherzoglich Badischen Ministeriums der Finanzen, 2 Bde., Arnold Bergsträsser, Darmstadt 1887 u. 1891.
- Mittheilungen des Heidelberger Schloßvereins, 7 Bde., 1886-1936.
- Adolf Zeller, Das Heidelberger Schloß. Werden, Zerfall und Zukunft. In zwölf Vorträgen, G. Braun, Karlsruhe 1905.
- Adolf von Oechelhäuser: Das Heidelberger Schloss, Verlag Brigitte Guderjahn, Heidelberg 9. Aufl. 1998 (unveränderter Nachdruck der 8. Aufl. von 1987, bearb. von Joachim Göricke).
- Adolf von Oechelhäuser (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Heidelberg (Kreis Heidelberg) (= Die Kunstdenkmäler des Großherzogtums Baden, Bd. 8, Abt. 2), Mohr, Tübingen 1913.
- Elmar Mittler (Hrsg.) Heidelberg - Geschichte und Gestalt, Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg 1996.
- Hanns Hubach, M. Quast: Kurpfälzisches Skizzenbuch. Ansichten Heidelbergs und der Kurpfalz um 1600, Braus, Heidelberg 1996.
- Mittelalter. Schloss Heidelberg und die Pfalzgrafschaft bei Rhein bis zur Reformationszeit, Schnell & Steiner, Regensburg 2002.
zur Rezeptionsgeschichte:
- Heckmann, Uwe: Romantik. Schloß Heidelberg im Zeitalter der Romantik, Schnell & Steiner, 1999, ISBN 3-7954-1251-X
Weblinks
- [http://www.heidelberg.de/Altstadt-Information/Sektor16/Sektor16_schloss.htm Informationen der Stadt Heidelberg über das Heidelberger Schloss]
- [http://www.heidelberg-schloss.de/ Webseite des Heidelberger Schlosses]
- [http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/hd/hd_shl.htm Virtueller Schlossrundgang des Vereins Die Badische Heimat e.V]
- [http://www.deutsches-apotheken-museum.de/ Deutsches Apotheken-Museum, in den Mauern des Schlosses]
- [http://www.stephan-hoppe.de/aufsatz_heidelberg/hoppe_aufsatz_2002_heidelberg.htm Aufsatz von Stephan Hoppe, Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln, zur Architektur des Heidelberger Schlosses]
- Zum [http://de.wikipedia.org/wiki/Portal_Heidelberg Portal Heidelberg] -
Kategorie:Schloss in Baden-Württemberg
Schloss
Schloss
Kategorie:Kurfürstliches Schloss (Pfalz)
StadtkreisDeutschland
Heute
Stadtkreis ist heute in Baden-Württemberg und Bremen die synonyme Bezeichnung für die eindeutigere Bezeichnung kreisfreie Stadt.
Geschichte
Früher gab es Stadtkreise nur
- im Königreich Preußen, und zwar seit 1815 vereinzelt, seit 1872 allgemein,
- und in Thüringen.
Es handelte sich um größere Städte (in der Regel über 25.000 Einwohner), die einen eigenen Kreisverband bildeten. Einige Städte hatten neben dem Oberbürgermeister und dem Polizeidirektor einen eigenen Landrat. Vor 1872 bestanden die Stadtkreise in Preußen in der Regel aus mehreren Gemeinden.
Die Deutsche Gemeindeordnung von 1935 führte den Begriff "Stadtkreis" für alle größeren Städte Deutschlands verbindlich ein. In der "Ersten Verordnung zur Durchführung der Deutschen Gemeindeordnung" vom 23. März 1935 wurden alle Stadtkreise, geordnet nach Bundesstaaten aufgezählt. 1942 gab es hierzu eine Ergänzung. Allerdings war damit nicht automatisch die Auskreisung, also die Herauslösung aus dem jeweiligen Landkreis, verbunden. Wenn überhaupt, dann erfolgte das in den einzelnen Bundesstaaten später und wurde - was die Einwohnerzahl anbelangt - unterschiedlich umgesetzt. So wurden beispielsweise in Württemberg die Städte Esslingen am Neckar, Göppingen, Heidenheim an der Brenz, Heilbronn, Ludwigsburg, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Schwenningen am Neckar, Stuttgart, Tübingen und Ulm durch die Deutsche Gemeindeordnung 1935 zu Stadtkreisen erklärt, doch war damals nur Stuttgart quasi kreisfrei. Erst 1938 wurden noch Heilbronn und Ulm aus ihren Landkreisen herausgelöst und damit kreisfrei. Die anderen "Stadtkreise" blieben bei ihren jeweiligen Landkreisen. Diese Städte waren eher mit "kreisangehörigen Städten mit Sonderstatus" zu vergleichen, also etwa heutigen Großen Kreisstädten (Siehe hierzu: Liste der kreisangehörigen Städte mit Sonderstatus in Deutschland).
Stadtkreise gelten im allgemeinen als Gemeinden, haben aber in Verwaltung und Rechten bestimmte Besonderheiten.
Deutsche Demokratische Republik
In der DDR wurde die Bezeichnung Stadtkreis für die Stadt als Verwaltungs- und Gebietseinheit des Staates angewendet. Diese wurde durch eine gewählte Stadtverordnetenversammlung geleitet. Als vollziehendes Organ stand ihr der „Rat der Stadt“ zur Seite. Im Ortslexikon der DDR von 1986 sind außer Berlin nur jeder Bezirkshauptstadt und in einigen Bezirken auch einigen größeren Städten ein Stadtkreis zugeordnet.
Schweiz
In der Schweiz bezeichnet man als Stadtkreis das, was in der BRD ein Stadtbezirk ist.
benutzte Literatur/Internet
- HABERKERN, Eugen, und WALLACH, Joseph Friedrich, Hilfswörterbuch für Historiker - Mittelalter und Neuzeit, 2 Bände, 7. Auflage, Tübingen, 1987.
- BALKOW, Karla und CHRIST, Werner. Ortslexikon der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1986.
- Verein für Computergenealogie, GenWiki, http://wiki.genealogy.net/index.php?title=Stadtkreis (23.10.2005)
Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland. Es grenzt an die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern sowie an die Schweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Aargau, Schaffhausen, Thurgau und Zürich und an das Elsass in Frankreich.
Geschichte
Vorgeschichte
Zwischen 70 und 150 nach Christus eroberten die Römer den größten Teil des Gebiets, auf dem heute Baden-Württemberg liegt. Die Römer wurden ab 260 nach Christus von den Alemannen vertrieben. Nach deren Unterwerfung durch das Fränkische Reich zwischen 496 und 746 bestanden im heutigen Landesgebiet die Herzogtümer Franken und Schwaben. Der Zerfall beider Herzogtümer bis zum 13. Jahrhundert führte zur extremen territorialen Zersplitterung in Hunderte von kleinen Grafschaften, Reichsstädten, geistlichen Gebieten oder gar einzelnen ritterschaftlichen Dörfern. Die Mediatisierung infolge der Napoleonischen Kriege setzte einen Prozess in Gang, an dessen Ende nur noch drei Territorien standen: Württemberg, Baden und Hohenzollern; zudem war die Stadt Wimpfen eine hessische Exklave.
Der Weg zum Südweststaat
Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen die nördlichen Teile von Baden und Württemberg mit Bad Wimpfen zur amerikanischen Besatzungszone, die südlichen Teile sowie Hohenzollern zur französischen. Die Aufteilung erfolgte entlang der Kreisgrenzen, wobei zur amerikanischen Zone bewusst alle die Kreise geschlagen wurden, durch die die Autobahn Karlsruhe-München (heutige A 8) verlief. Die Militärregierungen der Besatzungszonen gründeten 1945/46 die Länder Württemberg-Baden in der amerikanischen sowie Württemberg-Hohenzollern und Baden (so genannt, obwohl es nur den südlichen Teil des Landes umfasste) in der französischen Zone. Diese Länder wurden im Zuge der Gründung der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 zu Bundesländern.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hielt in Artikel 118 die drei Länder dazu an, eine Vereinbarung über die Neugliederung ihrer Gebiete zu treffen. Für den Fall, dass eine solche Regelung nicht zustande kam, wurde eine Regelung durch ein Bundesgesetz vorgeschrieben. Als Alternativen kamen entweder eine Vereinigung zu einem Südweststaat oder die Wiederherstellung Badens und Württembergs (einschließlich Hohenzollerns) in Frage, wobei die Regierungen Württemberg-Badens und Württemberg-Hohenzollerns für ersteres, die Badens für letzteres eintraten. Eine Übereinkunft der Regierungen über eine Volksabstimmung scheiterte an der Frage des Abstimmungsmodus. Das daraufhin am 4. Mai 1951 verabschiedete Bundesgesetz sah eine Einteilung des Abstimmungsgebiets in vier Zonen vor (Nordwürttemberg, Nordbaden, Südwürttemberg-Hohenzollern, Südbaden). Die Vereinigung der Länder sollte als akzeptiert gelten, wenn sich eine Mehrheit im gesamten Abstimmungsgebiet sowie in drei der vier Zonen ergab. Da eine Mehrheit in den beiden württembergischen Zonen sowie in Nordbaden bereits abzusehen war, favorisierte diese Regelung die Vereinigungsbefürworter. Die (süd-)badische Regierung strengte eine Verfassungsklage gegen das Gesetz an, die jedoch erfolglos blieb.
Die Volksabstimmung fand am 9. Dezember 1951 statt. Dabei votierten die Wähler in beiden Teilen Württembergs mit 93% für die Fusion, in Nordbaden mit 57%, während in Südbaden nur 38% dafür waren. Damit war die Vereinigung beschlossene Sache. Hätte man das Ergebnis in Gesamtbaden gezählt, so hätte sich eine Mehrheit von 52% dagegen ergeben, was die badischen Vereinigungsgegner zusätzlich erbitterte.
Gründung des Landes
Das Bundesland Baden-Württemberg wurde infolge der Volksabstimmung am 25. April 1952 gegründet. Der Name des Landes war Gegenstand eines längeren Streites. Der im Überleitungsgesetz vom 15. Mai 1952 genannte Name Baden-Württemberg war zunächst nur übergangsweise vorgesehen, setzte sich jedoch letztlich durch, da kein anderer Name von allen Seiten akzeptiert wurde. Die am 19. November 1953 in Kraft getretene Landesverfassung wurde von der Verfassungsgebenden Landesversammlung beschlossen und nicht durch eine Volksabstimmung bestätigt. Erster Ministerpräsident des Landes wurde Reinhold Maier (DVP).
1956 kam das Bundesverfassungsgericht nun doch zu der Auffassung, dass der Abstimmungsmodus 1951 das badische Votum nicht hinreichend berücksichtigt habe, und verfügte eine Neuauflage der Volksabstimmung im Landesteil Baden. Diese wurde erst 1970 durchgeführt, ergab dann jedoch eine Zustimmung von 81,9% zum neuen Bundesland. Zur nachträglichen Zustimmung hatte sicherlich nicht unerheblich die normative Kraft des Faktischen beigetragen.
Wappen und Flagge
Hauptartikel: Wappen Baden-Württembergs, Flagge Baden-Württembergs
Das Wappen zeigt drei schreitende Löwen auf goldenem Grund. Dies ist das Wappen der Staufer und Herzöge von Schwaben. Über dem großen Landeswappen befinden sich die sechs Wappen der historischen Landschaften, aus denen oder aus deren Teilen Baden-Württemberg gebildet worden ist. Es sind dies: Vorderösterreich (rot-weiß-rot geteilter Schild), Kurpfalz (steigender Löwe), Württemberg (drei Hirschstangen), Baden (roter Schrägbalken), Hohenzollern (weiß-schwarz geviert) und Franken (drei silberne Spitzen auf rotem Grund). Dabei sind die Wappen Badens und Württembergs etwas größer dargestellt. Schildhalter sind der badische Greif und der württembergische Hirsch. Auf dem kleinen Landeswappen ruht stattdessen eine Blattkrone.
Die drei Löwen aus dem Landeswappen tauchen in abgewandelter Form auch im sogenannten Baden-Württemberg-Signet auf, das von jedermann genehmigungsfrei verwendet werden kann. Die Benutzung des Landeswappens hingegen ist genehmigungspflichtig und grundsätzlich nur den Behörden gestattet.
Die Landesflagge ist schwarz-gold; die Landesdienstflagge trägt zusätzlich das kleine Landeswappen.
Geografie
Hirsch
Baden-Württemberg liegt im Südwesten Deutschlands. Im Osten grenzt es an Bayern, im Norden an Bayern und Hessen. Seine Süd- und Westgrenze werden durch Rhein und Bodensee gebildet (mit kleinen Ausnahmen wie Schaffhausen), wobei die Schweiz der südliche, Frankreich und Rheinland-Pfalz die westlichen Nachbarn sind. Nach Fläche und Einwohnerzahl steht das Land an dritter Stelle unter den deutschen Bundesländern.
Mit Ausnahme des etwa 20 km breiten Streifens der Rheinebene ist das Land hügelig bis bergig. Der Südwesten des Landes wird vom 160 km langen und bis zu 60 km breiten Schwarzwald dominiert, dessen Feldberg mit 1.493 m der höchste Berg in den deutschen Mittelgebirgen ist. Die Schwäbische Alb streckt sich vom Süden des Landes in nordöstlicher Richtung bis etwa an die bayerische Grenze bei Nördlingen. Weitere größere Landschaftsformen sind der Odenwald im Norden, der Kraichgau im Nordwesten, Hohenloher Ebene und Schwäbisch-Fränkischer Wald im Nordosten, das Neckarbecken um Stuttgart sowie Oberschwaben im Südosten.
Aufgrund der bergigen Topographie spielten und spielen die Flüsse und ihre Täler eine erhebliche Rolle für Besiedlung, Verkehrswesen und Geschichte des Landes. Neben dem Rhein sind an erster Stelle Neckar und Donau zu nennen. Der Neckar entspringt am Rande des Schwarzwaldes bei Villingen-Schwenningen und durchfließt das Zentrum des Landes, bis er im Nordwesten bei Mannheim in den Rhein mündet. Der dortige Rheinpegel ist mit 85 m über NN der niedrigste Punkt des Landes. Die Donau nährt sich aus zwei Schwarzwald-Quellflüssen und fließt in etwa ostnordöstlich, wobei sie die Schwäbische Alb nach Süden und Oberschwaben nach Norden begrenzt und hinter Ulm ins Bayerische wechselt. Unter den übrigen Flüssen sind die längsten die "Zwillingsflüsse" Kocher und Jagst, die den Nordosten des Landes durchfließen. Ganz im Nordosten grenzt das Landesgebiet an den Main.
Der Mittelpunkt Baden-Württembergs liegt in einem Wald nahe Tübingen.
Verwaltungsgliederung
Baden-Württemberg ist seit 1. Januar 1973 eingeteilt in 4 Regierungsbezirke, 12 Regionen (mit je einem Regionalverband) sowie 35 Landkreise und 9 Stadtkreise.
Zur Verwaltungsgliederung vor der Kreisreform 1973 siehe die beiden Artikel Verwaltungsgliederung Badens und Verwaltungsgliederung Württembergs. Zu den dort zuletzt genannten Landkreisen gehörten ferner noch die beiden ehemaligen preußischen Landkreise Hechingen und Sigmaringen.
Regierungsbezirke und Regionen
- Freiburg mit den Regionen Hochrhein-Bodensee, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Südlicher Oberrhein
- Karlsruhe mit den Regionen Mittlerer Oberrhein, Nordschwarzwald, Rhein-Neckar-Odenwald
- Stuttgart mit den Regionen Heilbronn-Franken, Ostwürttemberg, Stuttgart
- Tübingen mit den Regionen Bodensee-Oberschwaben, Donau-Iller, Neckar-Alb
Die Region Donau-Iller umfasst auch angrenzende Gebiete in Bayern.
Stadt- und Landkreise
Zum Landkreis Konstanz gehört auch die Exklave Büsingen am Hochrhein (BÜS), die völlig vom Schweizer Kanton Schaffhausen umschlossen ist.
Die Landkreise haben sich 1956 zum Landkreistag Baden-Württemberg zusammengeschlossen.
Städte und Gemeinden
Die 35 Landkreise unterteilen sich in insgesamt 1.101 Städte und Gemeinden (darunter 89 Große Kreisstädte und 213 sonstige kreisangehörige Städte), ein bewohntes gemeindefreies Gebiet (Gutsbezirk Münsingen) und ein unbewohntes gemeindefreies Gebiet (Rhinau (gemeindefreies Gebiet)) (Stand: 1. September 2005).
Die 10 größten Städte Baden-Württembergs sind Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau, Heidelberg, Heilbronn, Ulm, Pforzheim, Reutlingen und Esslingen am Neckar. Alle Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern sind im besonderen Artikel Liste der größten Städte Baden-Württembergs zu finden. (Siehe auch Liste der Orte in Baden-Württemberg.)
Politik
Siehe auch: Politik Baden-Württembergs, Verfassung des Landes Baden-Württemberg, Portal:Baden-Württemberg
Der Ministerpräsident ist Chef der Landesregierung von Baden-Württemberg, die aus Ministern und Staatssekretären und ehrenamtlichen Staatsräten besteht. Die Ministerpräsidenten seit 1952:
Staatsräten
- 1952 - 1953: Reinhold Maier (DVP)
- 1953 - 1958: Gebhard Müller (CDU)
- 1958 - 1966: Kurt Georg Kiesinger (CDU)
- 1966 - 1978: Hans Karl Filbinger (CDU)
- 1978 - 1991: Lothar Späth (CDU)
- 1991 - 2005: Erwin Teufel (CDU)
- 2005 - Heute: Günther Oettinger (CDU)
Baden-Württemberg ist traditionell konservativ geprägt, aber auch die FDP (hier FDP/DVP) und in neuerer Zeit Bündnis 90/Die Grünen sind in Baden-Württemberg traditionell stark. Während der Ministerpräsident bis auf 1952/1953 immer von der CDU gestellt wurde, waren an der Regierung teilweise auch die FDP/DVP beziehungsweise die SPD (Große Koalition) beteiligt. Während der 1990er Jahre waren die Republikaner im Landtag vertreten. Aufgrund des Austrittes des Landtagsabgeordneten Ulrich Maurer aus der SPD am 27. Juni 2005 und seinem Eintritt in die WASG am 1. Juli ist auch diese im Landtag vertreten.
Wirtschaft
Baden-Württemberg ist Zentrum der Automobilindustrie (DaimlerChrysler, Porsche, Robert Bosch GmbH, Audi) mit Standorten in Stuttgart, Sindelfingen, Neckarsulm, Mannheim, Rastatt, Gaggenau und Ulm.
Im Schwarzwald war früher die Feinmechanik, insbesondere die Uhrenindustrie sowie später die Unterhaltungselektronik, sehr bedeutend (Junghans, Kienzle, SABA, Dual), ebenso die Textilindustrie, welche hauptsächlich auf der Schwäbischen Alb beheimatet war und auch heute noch ist (Hugo Boss, Trigema, Steiff).
Der zweitgrößte Binnenhafen Europas befindet sich in Mannheim. Die zwei Teile der Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe bilden zusammen die größte Mineralölraffinerie in Deutschland.
In Walldorf ist das größte europäische Software-Unternehmen (SAP AG) beheimatet.
In Baden-Württemberg gibt es zwei Kernkraftwerke, das Kernkraftwerk Philippsburg und das Kernkraftwerk Neckarwestheim. Ein drittes Kernkraftwerk in Obrigheim wurde 2005 stillgelegt.
Kultur
In Baden-Württemberg werden seit 1978 die Heimattage Baden-Württemberg veranstaltet.
Religion
In der Mitte von Baden-Württemberg, dem nördlichen Teil des ehemaligen Herzogtums Württemberg, ist die Bevölkerung überwiegend evangelisch, ebenso in der Kurpfalz. Die restlichen Gebiete sind mehrheitlich römisch-katholisch.
Für Baden-Württemberg insgesamt ergibt sich (Stand 2003):
- röm.-katholisch 38,3%
- evangelisch 34,3%
- muslimisch ca. 6%
- neuapostolisch ca. 1%
- buddhistisch ca. 0,3%
- hinduistisch ca. 0,2%
- israelitisch ca. 0,1%
- andere Konfessionen und Konfessionslose 20%
siehe auch: Erzbistum Freiburg und Bistum Rottenburg-Stuttgart, Evangelische Landeskirche in Baden und in Württemberg
Sprache
In Baden-Württemberg werden fränkische und alemannische Dialekte des Hochdeutschen gesprochen.
Weblinks
- [http://www.s-line.de/homepages/ebener/index.htm Lexikon Geschichte Baden-Württemberg]
- [http://www.statistik-bw.de/Wahlen/Landesdaten/ Wahlergebnisse in Baden-Württemberg (Statistisches Landesamt)]
- [http://www.leu.bw.schule.de/bild/schul_ab.html Schulsystem in Baden-Württemberg]
- [http://www.landkreise-bw.de/landkreise/landkreise/landkreise_baden-wuerttemberg.htm Karte der Kreise mit Regierungsbezirken]
-
als:Baden-Württemberg
ja:バーデン=ヴュルテンベルク州
ko:바덴뷔르템베르크 주
simple:Baden-Württemberg
Stuttgart
Stuttgart ist eine Stadt im Bundesland Baden-Württemberg in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist die Hauptstadt und mit gut 590.000 Einwohnern die größte Stadt Baden-Württembergs, sowie mit den gleich großen Städten Essen und Dortmund je nach genauem Zähldatum und Quelle schwankend auf den Plätzen 6 bis 8 der größten deutschen Städte. Sie ist mit Sitz von Landtag und Landesregierung sowie zahlreicher Landesbehörden das politische Zentrum des Landes (siehe Liste von Behörden und Einrichtungen in Stuttgart). Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main etwa 204 km nordwestlich und München etwa 220 km südöstlich von Stuttgart.
In anderen Sprachen und Mundarten wird die Stadt Stoccarda (Italienisch) oder Stutgarto (Esperanto) genannt. Auf Schwäbisch lautet ihr Name Schduargerd, auf Bayrisch Stuggart.
Stuttgart hat den Status eines Stadtkreises und ist Sitz des Regierungspräsidiums Stuttgart (3.996.338 Einwohner, 31. März 2004) und der Region Stuttgart (2.658.595 Einwohner, 31. März 2004) sowie des evangelischen Landesbischofs von Württemberg (Evangelische Landeskirche in Württemberg) und eines römisch-katholischen Bischofs (Bistum Rottenburg-Stuttgart).
Geographie
Geografische Lage
Bistum Rottenburg-Stuttgart]]
Stuttgart liegt im Zentrum des Landes Baden-Württemberg. Die Kernstadt befindet sich im sog. "Stuttgarter Kessel", einer Talerweiterung des (inzwischen meist verdeckt fließenden) in den Neckar mündenden Nesenbaches und seiner Nebenbäche. Die Stadtteile reichen im Norden bis in das Neckarbecken, im Westen bis in den Glemswald und auf das Gäu, im Osten bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und im Süden bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Im Südosten fließt der Neckar bei den Stadtbezirken Hedelfingen/Obertürkheim von Esslingen kommend in das Stadtgebiet und verlässt es im Stadtbezirk Mühlhausen im Nordosten wieder.
Raumplanung
Die Stadt liegt im Zentrum des Verdichtungsraums Stuttgart. Zu diesem gehören neben dem Stadtkreis Stuttgart nahezu alle Gemeinden der umliegenden Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr-Kreis innerhalb der Region Stuttgart und darüber hinaus im Norden die Gemeinden um Heilbronn und im Süden die Gemeinden im Raum Reutlingen und Tübingen.
Dieser Verdichtungsraum soll mit den Gemeinden der Randzone, zu der im Westen noch die Gemeinden um Calw und im Osten die Gemeinden um Schwäbisch Gmünd gehören, zur Europäischen Metropolregion Stuttgart ausgebaut werden, welche nach dem Landesentwicklungsplan eines von insgesamt 14 Oberzentren Baden-Württembergs ist.
Die Europäische Metropolregion Stuttgart hat für die Städte Ditzingen, Filderstadt, Gerlingen, Korntal-Münchingen und Leinfelden-Echterdingen auch die Funktion eines Mittelzentrums (Mittelbereich). Im Bereich des Oberzentrums Stuttgart liegen die Mittelzentren Backnang, Bietigheim-Bissingen/Besigheim, Böblingen/Sindelfingen, Esslingen am Neckar, Geislingen an der Steige, Göppingen, Herrenberg, Kirchheim unter Teck, Leonberg, Ludwigsburg/Kornwestheim, Nürtingen, Schorndorf, Vaihingen an der Enz und Waiblingen/Fellbach.
Stuttgart überschritt etwa um das Jahr 1870 die Grenze von 100.000 Einwohnern und wurde damit die erste Großstadt auf dem Gebiet des heutigen Landes Baden-Württemberg. Ende 2004 lebten in der Stadt nach amtlicher Fortschreibung 590.992 Menschen. Damit ist Stuttgart nach München die zweitgrößte Stadt Süddeutschlands und liegt je nach genauem Zähldatum und Quelle in Deutschland an der sechsten bis achten Stelle.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Stuttgart. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten genannt:
Fellbach (Rems-Murr-Kreis), Esslingen am Neckar, Ostfildern, Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen (alle Landkreis Esslingen), Sindelfingen und Leonberg (Landkreis Böblingen) sowie Gerlingen, Ditzingen, Korntal-Münchingen, Möglingen, Kornwestheim und Remseck am Neckar (alle Landkreis Ludwigsburg)
Stadtgliederung
Remseck am Neckar
Das Stadtgebiet der Landeshauptstadt Stuttgart ist verwaltungsmäßig in 5 innere und 18 äußere Stadtbezirke aufgeteilt. Die Stadtbezirke haben einen "Bezirksbeirat" und einen "Bezirksvorsteher" (dieser ist in den inneren Stadtbezirken jedoch nur ehrenamtlich tätig).
Die Stadtbezirke gliedern sich weiter in Stadtteile. Die Zahl der Stadtteile wurde durch die Änderung der Hauptsatzung vom 22. Juli 1999 auf insgesamt 141 erhöht. Seit 1. Januar 2002 besteht das Stadtgebiet von Stuttgart somit aus 23 Stadtbezirken und 141 Stadtteilen.
- Siehe auch Liste der Stadtteile von Stuttgart.
Klima
Durch die Kessellage und der dichten Bebauung Stuttgarts gibt es ein sehr warmes und schwüles Klima. Aufgrund dessen ist an den Hängen Stuttgarts sogar Weinbau möglich.
Im Sommer kommt es immer wieder zur so genannten Inversions-Wetterlage. Dabei schiebt sich kältere Luft über die warme Luft im Talkessel und verhindert so manchmal tagelang einen Luftaustausch im Kessel.
Geschichte
Weinbau
Weinbau
Weinbau
Ältester und größter Stuttgarter Stadtteil ist Cannstatt, Standort eines wichtigen Römerkastells am Neckar und Knotenpunkt bedeutender Straßen. Stuttgart selbst wurde im 10. Jahrhundert von Herzog Liudolf von Schwaben als Pferdegestüt (oder Stutengarten, modern Stuttgart) während der Ungarnkriege gegründet (vergleiche Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg). Liudol | | |